Neue Medikamente wirken nicht immer

© Volker Hartmann/ ddp

Eine aktuelle Studie zeigt, dass neue Medikamente nicht immer besser wirken als alte. Darüber hinaus sind sie auch nicht unbedingt verträglicher.

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie belegen, dass neue Medikamente nicht immer eine bessere Wirkung aufweisen als alte. Auch bei der Verträglichkeit können sie bereits bekannte Arzneimittel nicht immer in die Schranken weisen. Allerdings sind neue Medikamente der Studie zufolge immer teurer als bekannte Präparate.

Darauf weisen führende Mediziner aktuell im „Deutschen Ärzteblatt“ hin. Für die Studie haben sie die Zulassungsstudien von 39 Medikamenten analysiert, die in den Jahren 2009 bis 2010 in Deutschland zugelassen wurden. Die neuen Präparate waren in der Regel teurer als die Mittel, die bereits erhältlich waren.

Nach den Berechnungen der Autoren gaben die gesetzlichen Krankenkassen 2009 insgesamt 874 Millionen Euro mehr für Medikamente aus als im Vorjahr. Dementsprechend haben sie zu einer beträchtlichen Umsatzsteigerung bei den Pharmafirmen beigetragen. Die Pharmaindustrie bewirbt neue und teure Arzneimittel häufig intensiver. Aus den Zulassungsstudien ging nur in Ausnahmefällen eindeutig hervor, dass ein neues Medikament einen höheren therapeutischen Nutzen hat.

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