Frühjahrs-Diäten können zu Essstörungen und Gewichtszunahme führen

Übertriebene Gewichtskontrolle: Probleme mit dem eigenen Aussehen können zu Magersucht oder Bulimie führen. © Michael Gottschalk/ddp
Bei jedem dritten Mädchen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren findet man laut Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln, Anzeichen für ein essgestörtes Verhalten. Bei den Jungs liege die Zahl bei 13,5 Prozent.
Als eine mögliche Ursache nannte Pott Frühjahrsdiäten. Diese würden zwar kurzfristig zu dem gewünschten Gewichtsverlust führen, danach jedoch häufig eine erneute Gewichtszunahme durch Heißhungerattacken begünstigen. Hinzu kommt noch der berühmte Jo-Jo-Effekt durch die Umstellung des reduzierten Essverhaltens zur normalen Nahrungsaufnahme.
Erfolgt diese nicht schrittweise, speichert der Körper die zusätzlichen Kalorien in die Fettzellen ein, die er als Folge der Diät angreifen musste. Um diese für eine erneute “Notsituation” wie verminderte Nahrungsaufnahme aufzufüllen, hält er seinen kalorischen Umsatz weiterhin gering und füllt seinen Fettspeicher mit Hilfe der zusätzlichen Kalorien wieder auf. Ein Phänomen, das bei vielen zum Frust und damit verbunden zu einer erneuten Diät führt.
Diäten können Vorboten von Essstörungen sein
Viele Diäten hintereinander begünstigen jedoch Essstörungen. “Die Gefahr für einen Kreislauf aus Hungern, Kontrollverlust, Heißhungerattacken, Essanfällen, neuer Diät und wieder Hungern steigt”, erklärt Pott laut n-tv.de. Und davon seien vor allem junge Mädchen betroffen, da sie sich meist intensiv und kritisch mit dem eigenen Körperbild auseinandersetzen.
Vorboten für eine spätere Essstörung sei laut naanoo.com eben jene Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen. Aber auch Veränderungen im Essverhalten wie beispielsweise ein übermäßiger Konsum von Light-Produkten sowie der Einsatz von Appetitzüglern und Abführmitteln als auch übertrieben viele Diäten hintereinander. (gr)

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