Datenchips: Datenschützer protestieren gegen Einnähen in Kleidung

© Mark Keppler/ dapd

Datenschützer protestieren zunehmend gegen das Einnähen von Datenchips in die Kleidung. RFID-Chips dieser Art werden bereits von der Modefirma Gerry Weber verwendet.

Zunehmend protestieren Datenschützer gegen das Einnähen von Datenchips in die Kleidung. RFID-Chips, die via Funk ausgelesen werden können, werden bereits von der Modefirma Gerry Weber genutzt. Wie die Datenschützer des Vereins FoeBuD zuletzt erklärten, wissen viele Kunden nicht, dass Datenchips dieser Art von Modeunternehmen verwendet werden.

Das nordrhein-westfälische Modeunternehmen Gerry Weber nutzt die RFID-Chips in Verbindung mit sämtlichen Kleidungsstücken. Durch die Chips werden die jeweiligen Kleidungsstücke erkennbar gemacht. Mit einem entsprechenden Lesegerät kann via Funk eine Identifikationsnummer ausgelesen werden.

Nach Erklärungen von Datenschützern ist es damit theoretisch möglich, von dem Käufer des Kleidungsstückes ein Bewegungsprofil zu erstellen. Im Rahmen der RFID-Technologie werden auf Minichips verschiedene Informationen gespeichert. Diese lassen sich von Lesegeräten empfangen. Gerry Weber nutzt die Chips nach eigenen Angaben, um die Logistik beim Warentransport zu verbessern. Das Modeunternehmen informiert mit Flyern in den Läden über die Verwendung der Chips.

Sollten Sie sichergehen wollen, dass Ihre Kleidung frei von Speicherchips und ähnlichem ist, ist maßangefertigte Kleidung eine gute Alternative. Mehr Informationen dazu finden Sie beispielsweise hier im Internet. Nach Einschätzungen von FoeBuD (Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs) sind die meisten Käufer sich nicht vollends bewusst, dass überhaupt Chips in die Kleidung eingenäht werden und das damit auch noch Daten ausgelesen werden können.

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